Vom Sinn der Geschichte

Der Historiker Theodor Schieder schrieb in einem Aufsatz mit dem Titel »Vom Sinn der Geschichte«: »Man scheint nicht den Geist der Zeit für sich zu haben, wenn man ein Plädoyer für Geschichte hält. Vielmehr stehen überall die Warner, die Kritiker, ja die offenen Gegner auf, die der Geschichte nicht nur ihren Bildungswert abstreiten, sondern in ihr geradezu die große Verweigerung fortschrittlichen Denkens und fortschrittlicher Lebensgestaltung schen, gleich was man nun darunter versteht. Dieser antihistorische Affekt, der im gegenwärtigen Zeitbewusstsein eine überall erkennbare wirksame Kraft darstellt, ist nun keine simple und aus einheitlichen Wurzeln erwachsene Erscheinung, sondern ein vielgestaltiges Phänomen, das sich auf verschiedene Motive zurückführen lässt und auch in sehr verschiedenen Formen auftritt.«

Dabei ist sich die ernsthafte Geschichtswissenschaft einig über die Notwendigkeit eines geschichtlichen Bewusstseins. Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wo er steht und wohin ergehen will und gehen kann.

Deshalb und weil Politik in erster Linie Arbeit für die Generation von morgen ist, führt kein Weg an der Forderung vorbei, dass alle Generationen, insbesondere unsere Jugend, dass die Jugend Europas wieder Geschichtsbewusstsein lernen muss, um wieder Verantwortung übernehmen zu können, wie es immer dringender geboten ist.

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